Eina með öllu — der Reykjavík-Hotdog
Rezepte mit Pylsa
Der kanonische isländische Hotdog, wie er seit 1937 am Fenster von Bæjarins Beztu verkauft wird. Eine schmale Lamm-Schwein-Rind-Pylsa, kurz in salzigem Wasser mit einem Schuss dunklem Bier pochiert, im gedämpften weichen Brötchen, mit fünf Belägen in der richtigen Reihenfolge geschichtet: Remoulade und Ketchup zuunterst, die Wurst darauf, rohe Zwiebel, Röstzwiebel und brauner süsser Senf zuoberst. Stehend an der Theke essen gehört zum Rezept.
Vorbereitungszeit
5 min
Kochzeit
5 min
Portionen
2
Schwierigkeit
Einfach
Zutaten
- 2 isländische Pylsa-Würste
- 2 weiche Hotdog-Brötchen (eher milchig, nicht knusprig)
- 100ml dunkles isländisches Ale (oder ein malziges Lagerbier)
- 1 kleine weisse Zwiebel, fein gewürfelt (roh)
- 4 EL Röstzwiebeln aus dem Glas
- Ketchup
- Pylsusinnep (isländischer süsser brauner Senf) — Ersatz: dunkler deutscher Bratwurstsenf
- Remoulade (skandinavisch, mit Dill und Kapern)
- Kalte Milch oder Kókómjólk Kakaomilch, zum Trinken
Zubereitung
Wasser mit einer kräftigen Prise Salz und dem dunklen Bier zum sanften Sieden bringen (ca. 80 °C). Nicht kochen lassen.
Die Pylsur hineingeben. 4 bis 5 Minuten im heissen Wasser ziehen lassen — sie müssen nur durchwärmen. Wenn die Hüllen platzen, war die Hitze zu hoch.
Die Brötchen dämpfen: in den letzten 30 Sekunden über denselben Topf hängen oder in ein feuchtes Tuch wickeln und 15 Sekunden in die Mikrowelle. Sie sollten warm und biegsam sein.
Ein Brötchen öffnen. Einen Streifen Remoulade entlang des Brötchenbodens, daneben einen Streifen Ketchup. Das kommt UNTER die Wurst, nicht oben drauf.
Die heisse Pylsa auf die Saucen legen. Mit einem ordentlichen Löffel Röstzwiebeln, einem kleineren Löffel roher Zwiebel und einem grosszügigen Streifen Pylsusinnep darüber abschliessen.
Sofort essen, im Stehen. Kalte Milch oder Kókómjólk in der anderen Hand.
Tipps
Falls keine Pylsusinnep zur Hand ist, kommt ein dunkler deutscher Bratwurstsenf mit einem Teelöffel braunem Zucker am nächsten. Echte isländische Remoulade ist süsser und dilliger als die französische Version, näher an dänischer Remoulade.